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Adam Sandler, Judd Apatow, Wie das Leben so spielt
Interview mit Adam Sandler und Judd Apatow: "Bei uns drehte sich alles um Comedy”
Vor Jahren teilten sie sich ein Zimmer, jetzt drehten sie ihren ersten gemeinsamen Film: Hauptdarsteller Adam Sandler und Regisseur Judd Apatow erzählen im Interview von ihrer Zeit als Zimmergenossen und der dunklen Seite des Komischseins.
06.02.2010 12:08 Uhr -
Wie das Leben so spielt beginnt ja mit frühen Aufnahmen von Adam, während er Leute am Telefon veralbert. Was hat Sie veranlasst, das damals mit der Kamera festzuhalten?
Sandler: Ja, das würde mich auch einmal interessieren ...
Apatow: Adam hat das jeden Tag gemacht. Es war einfach zu komisch. Es wäre schade gewesen, diese Anrufe nicht für die Nachwelt festzuhalten. Es war mir wichtig, dass auch andere Leute davon erfahren.
Hätten Sie jemals gedacht, dass diese Aufnahmen in einem Film enden würden?
Sandler: Ich war echt eine dumme Nuss. Ich schwöre, ich habe nicht einmal mitbekommen, dass er mich filmt.
Wie lebte es sich damals als Zimmergenossen?
Sandler: Es war ein Riesenspaß. Wir wachten zusammen auf, aßen zusammen und nachdem wir einen guten Gag geschrieben hatten, waren wir monatelang glücklich. Wir hatten beide ein Faible für den Comedy Club und sprachen den ganzen Tag von nichts anderem. Alles drehte sich bei uns um Comedy.
Was hatten Sie damals für einen Eindruck von Adam?
Apatow: Ich habe nie begriffen, warum er komischer war als ich, und immer mehr Frauen als ich abbekam. Adam bei seinem Stand-up-Programm zuzusehen war das Größte, auch wenn er es manchmal völlig in den Sand setzte. Wir standen damals nicht unter dem Druck von heute. Keiner kannte uns, niemand hatte Erwartungshaltungen. Du konntest alles versemmeln und darüber lachen, weil es eben nicht am nächsten Tag bei YouTube zu sehen war.
Wie fühlte es sich an, für den Film auf die Bühne zurückzugehen?
Sandler: Ich habe das Schreiben von Gags nie aufgegeben. Als Judd mich daher fragte, war ich nicht sonderlich aufgeregt.
War es hart?
Sandler: Ja, aber ich bin froh, es gemacht zu haben. Chris Rock meinte immer, dass ich danach auf jeden Fall wieder auf Tour gehen möchte. Aber dieser Wunsch hat sich bei mir noch nicht eingestellt.
Es gibt eine Szene, in der Ihre Figur wirklich schlechte Nachrichten bekommt, aber danach trotzdem Bilder mit Fans machen muss. Ist das aus dem wahren Leben gegriffen?
Sandler: Das passiert tatsächlich manchmal, also nicht, dass ich ständig solche fürchterlichen Neuigkeiten erfahre, aber man ist gerade mit etwas beschäftigt und wird auf der Straße plötzlich angehalten, um ein Foto mit jemandem zu machen. Zum Glück dauert es immer ein bisschen, bis die Leute ihre Fotoapparate bereithaben. Mir bleibt dann immer etwas Zeit, mich darauf einzustellen und einfach dieses Foto zu machen.
Wie war es für Sie, Adam in diesen sehr ernsten Szenen zu sehen?
Apatow: Es hat mir keinen Spaß gemacht. Ich dachte die ganze Zeit darüber nach, dass das der Grund ist, warum ich so gerne Komödien mache, und ich nicht ständig solche Szenen drehen möchte. Adams Darstellung war so glaubhaft und real, dass es mir beim Zusehen fast das Herz brach. Ich hasste mich dafür, ihm das antun zu müssen. Ich drehte diese Sequenzen so schnell wie möglich ab. Adam wusste aber, wie wichtig diese Szenen waren, um das Publikum dazu zu bringen, sich Sorgen um den Charakter zu machen.
Was sagt der Film über die Welt der Comedy aus?
Apatow: Ich glaube, er zeigt die dunklen Seiten des Ruhms auf, wenn man keinen Kontakt mehr zu normalen Menschen hat und nur noch für die Erheiterung seines Publikums lebt.
Sandler: Andere Filme über fiktive Stars tendieren häufig dazu, sich um Alkohol- und Drogenabhängigkeit zu drehen. Dieser "Star” hat keine Sucht. Er ist hingegen völlig isoliert und unfähig, sich anderen zu öffnen.
Interview: Thomas Raab
Wie das Leben so spielt beginnt ja mit frühen Aufnahmen von Adam, während er Leute am Telefon veralbert. Was hat Sie veranlasst, das damals mit der Kamera festzuhalten?
Sandler: Ja, das würde mich auch einmal interessieren ...
Apatow: Adam hat das jeden Tag gemacht. Es war einfach zu komisch. Es wäre schade gewesen, diese Anrufe nicht für die Nachwelt festzuhalten. Es war mir wichtig, dass auch andere Leute davon erfahren.
Hätten Sie jemals gedacht, dass diese Aufnahmen in einem Film enden würden?
Sandler: Ich war echt eine dumme Nuss. Ich schwöre, ich habe nicht einmal mitbekommen, dass er mich filmt.
Wie lebte es sich damals als Zimmergenossen?
Sandler: Es war ein Riesenspaß. Wir wachten zusammen auf, aßen zusammen und nachdem wir einen guten Gag geschrieben hatten, waren wir monatelang glücklich. Wir hatten beide ein Faible für den Comedy Club und sprachen den ganzen Tag von nichts anderem. Alles drehte sich bei uns um Comedy.
Was hatten Sie damals für einen Eindruck von Adam?
Apatow: Ich habe nie begriffen, warum er komischer war als ich, und immer mehr Frauen als ich abbekam. Adam bei seinem Stand-up-Programm zuzusehen war das Größte, auch wenn er es manchmal völlig in den Sand setzte. Wir standen damals nicht unter dem Druck von heute. Keiner kannte uns, niemand hatte Erwartungshaltungen. Du konntest alles versemmeln und darüber lachen, weil es eben nicht am nächsten Tag bei YouTube zu sehen war.
Wie fühlte es sich an, für den Film auf die Bühne zurückzugehen?
Sandler: Ich habe das Schreiben von Gags nie aufgegeben. Als Judd mich daher fragte, war ich nicht sonderlich aufgeregt.
War es hart?
Sandler: Ja, aber ich bin froh, es gemacht zu haben. Chris Rock meinte immer, dass ich danach auf jeden Fall wieder auf Tour gehen möchte. Aber dieser Wunsch hat sich bei mir noch nicht eingestellt.
Es gibt eine Szene, in der Ihre Figur wirklich schlechte Nachrichten bekommt, aber danach trotzdem Bilder mit Fans machen muss. Ist das aus dem wahren Leben gegriffen?
Sandler: Das passiert tatsächlich manchmal, also nicht, dass ich ständig solche fürchterlichen Neuigkeiten erfahre, aber man ist gerade mit etwas beschäftigt und wird auf der Straße plötzlich angehalten, um ein Foto mit jemandem zu machen. Zum Glück dauert es immer ein bisschen, bis die Leute ihre Fotoapparate bereithaben. Mir bleibt dann immer etwas Zeit, mich darauf einzustellen und einfach dieses Foto zu machen.
Wie war es für Sie, Adam in diesen sehr ernsten Szenen zu sehen?
Apatow: Es hat mir keinen Spaß gemacht. Ich dachte die ganze Zeit darüber nach, dass das der Grund ist, warum ich so gerne Komödien mache, und ich nicht ständig solche Szenen drehen möchte. Adams Darstellung war so glaubhaft und real, dass es mir beim Zusehen fast das Herz brach. Ich hasste mich dafür, ihm das antun zu müssen. Ich drehte diese Sequenzen so schnell wie möglich ab. Adam wusste aber, wie wichtig diese Szenen waren, um das Publikum dazu zu bringen, sich Sorgen um den Charakter zu machen.
Was sagt der Film über die Welt der Comedy aus?
Apatow: Ich glaube, er zeigt die dunklen Seiten des Ruhms auf, wenn man keinen Kontakt mehr zu normalen Menschen hat und nur noch für die Erheiterung seines Publikums lebt.
Sandler: Andere Filme über fiktive Stars tendieren häufig dazu, sich um Alkohol- und Drogenabhängigkeit zu drehen. Dieser "Star” hat keine Sucht. Er ist hingegen völlig isoliert und unfähig, sich anderen zu öffnen.
Interview: Thomas Raab
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